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Kerstin Finger
* 29. August 1979 in Offenbach a./M.

„Als Jägerin und Sammlerin bin ich auf Beutezug nach Objekten, die man nicht mehr wahrnimmt oder die nur von zweifelhafter Schönheit sind. Manche Fundstücke beschäftigen mich so sehr, dass ich umfassender recherchiere und so ein größerer konzeptioneller Rahmen entsteht. Dabei sehe ich mich nicht vordergründig als Grafikdesignerin, sondern vielmehr als Kuratorin des Alltags.“

Kerstin Finger wurde 1979 in Offenbach am Main geboren und studierte zunächst Architektur an der Hochschule Darmstadt, bevor sie sich 2001 für ein Grafikdesign-Studium entschied. Nach Praktika bei Elektrosmog und Ruedi Baur am Institut design2context in Zürich schloss sie 2006 mit dem Diplom ab. Während ihres Studiums veröffentlichte sie das Buch „Tape – An Excursion Through the World of Adhesive Tapes“ (2005) beim Berliner Gestalten Verlag. Im selben Verlag folgte 2010 die Publikation „220°C Monobloc – The Infamous Chair“. Sie lebt und arbeitet in Berlin und ist seit 2009 als Grafikerin am Deutschen Theater. Vorher war sie als Freelancerin für diverse Unternehmen wie Fons Hickmann m23, Factor Design, HauserLacour oder Meta Design tätig. Kerstin Fingers Arbeiten wurden u. a. mit dem „red dot junior Award“ sowie beim Input- Output-Wettbewerb ausgezeichnet. 2008 wurde sie für den INFORM-Preis für konzeptionelles Gestalten an der GfZK Leipzig nominiert. Daraufhin folgten 2010 und 2011 Nominierungen für den Designpreis Deutschland in der Kategorie Nachwuchs; 2011 ist sie unter den fünf Finalisten.
Im Herbst 2011 wurde sie vom „Land der Ideen“, eine Initiative der Bundesregierung unter der Schirmherrschaft von Christian Wulff, zu einer der „100 Frauen von morgen“ gewählt.

Im Mai 2006 leitete sie in Mailand einen Workshop mit den Gästen Jerszy Seymour und Florian Böhm, der 2007, ebenfalls in Mailand, eine Fortsetzung über die Einsatzmöglichkeiten von Klebeband fand. 2009 folgte in Florenz eine Performance als Vorbereitung auf das Monobloc-Buch. Im Fokus von Kerstin Fingers Arbeit steht immer die Ästhetik des Alltags, eine unaufdringliche, raumgebende und zeitlose Form des Designs.


Referenzen Designbüros
Elektrosmog Hindermann + Walser, Zürich / Institut -Design2context, Ruedi Baur, Zürich / BeckerSpäth Konzept und Design, Darmstadt / Von Zubinski, Frankfurt / Fons Hickmann m23, Berlin / Petra Matouschek für A+B One, Berlin / Sven Völker Studio, Berlin / Meta Design AG, Berlin / HauserLacour, Frankfurt / Factor Design, Hamburg, Strichpunkt Design, Stuttgart

Veröffentlichungen
Monopol GER, Page GER, CR Creative Review UK, Shift.org JAP, NEO 2 ES, Grafik UK, ELLE GER, Max GER

Workshops etc.
05/2006 »Get stuck to it«, Signjam Mailand
12/2007 Open Lectures, Signjam Mailand
10/2009 DIY Monotheism, Performance, Florenz

Nominierungen
10/2008 INFORM „Preis für konzeptionelles Gestalten“ der GfZK Leipzig
09/2009 Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 – Nachwuchspreis
06/2010 Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 – Nachwuchspreis
09/2010 Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 – Finale Nachwuchspreis „Top 5“
08/2011 Auszeichnung „100 Frauen von morgen“ Land der Ideen